ST MARTIN-ON-THE-HILL
Die Kirche von St Martin-on-the-Hill wurde 1862-3 als pfarrkirche für den reichen, neuen Vorort von South Cliff gebaut. Sie wurde immer die Absicht, eine Kirche von Auszeichnung in Dekoration und in Anbetung zu sein, und sie hat bis heute den Erfolg gehabt, so zu sein.
Der Architekt dieser Kirche war George Frederick Bodley; (gest.1906); am Anfang seiner Laufbahn erhielt er den Auftrag für St Martin's, doch war er einer der bedeutendsten viktorianischen Architekten. Die Unternehmer für die Kirchendekoration waren Morris, Marshall, Faulkner & Co, in 1861 neu gegründet, doch bald wurde diese Firma von grösstem Einfluss auf viktorianische Dekoration und Konstruktion. Geschäftsnerpartner in der Firma waren Dante Gabriel Rossetti, William Morris, Edward Burne-Jones und Ford Maddox Brown. Man kann ihre Kunstwerke in der Kirche finden.
Die Kirche von St Martin-on-the-Hill war auch bedeutend wegen der neuen Anbetungsformen; deshalb war sie ein Pioneer in Scarborough. Der erste Pfarrer, Robert Henning Parr (gest.1888) war ein bemerkenswerter Prediger und ein aufopfernder Pastor, aber er war unannehmbar für die Staatkirche, weil er ein Verfechter der Tractarian Bewegung und Rituals war. (Tractarian eine Reformbewegung, die beabsichtigte, die katholischen Bräuche der frühen Christen in der anglikanischen Kirche wiederherzustellen) Er hat in der neuen Kirche (und in Scarborough) katholischen Bräuche in seine Gottesdienste eingeführt - zum Beispiel, angezündete Kerzen, Kreuze, Standbilder und Messgewander.
In den siebzieger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts hat er mit dem Erzbischof von York im Beibehalten seiner Neuerungen gekämpft - diese hatten einen ärtlichen Skandal verursacht, und Anklagen von römische Bräuchen gegen seine Kirche mit sich gebracht.
Bedeutende Merkmale in St Martin's
Das rote Antependium (1862)
Das frühste, datierte Gewebe von Morris & Co ist ein Samttafel an der Vorderseite des Altars befestigt. Die weinrote Farbe war in den sechsziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts bis 1875, die Allzwecksfarbe für Wandbehänge um den Altar herum benützt, danach hat man in St Martin's begonnen, jahreszeiten-bedingte Farben zu benützen (weiß für Weihnachten und Ostern, purpurrot für Advent und Fastenzeit u.s.w). Die Granatapfel spielen auf der katholischen Sympathien der Tractarischen Anglikaner an - man kann sie auch auf der Ostgiebelwand des Kirchenschiffs gemalt sehen.
Das Ostfenster (1862)
Die zentrale Kreuzigungsholztafel ist von Brown gemalt, und sie ist identisch mit, doch grösser als, eine Glasscheibe in dem Ostfenster 1862 in Selsley, Gloucestershire von Morris geschaffen. Die umgebenden Tafeln erzählen das Weinberggleichnis und wurden in 1861 von Rossetti für die Internationale Ausstellung in South Kensington geschaffen. Deshalb sind die frühsten Beispiele für Morrisglas, und in der Tat haben sie die Firma lanciert.
Die Kanzel (1862)
Auf den vordersten Tafeln sind die vier Evangelisten, und darunter sind vier Doktoren der Westlichenkirche. Als Erzbischof Thomson in 1863 den Papst Gregorius unter diesen wahrnahm, befahl er, sie durch einen Vorhang zu verdecken, da sie beleidigend für die Staatlichekirche (Reformiertekirche) waren. (Bis 1879 blieben sie in diesem Zustand). Auf den Seitentafeln ist eine Verkündigung von Rossetti, mit Jane Morris als die Heilige Jungfrau, und eine von den Töchtern von Burne-Jones als der Erzengel.
von Heather Sharps überstezt
mit der Hilfe von Christa Grössinger
